Düllstadt, 26.4.2010, 13.30 Uhr
Der Nachweis über den Aussaatverzicht von Monsanto liegt vor (s. Blog)!
Heute abend Abschiedsparty und morgen wird abgebaut.
Vielen Dank für die viele Unterstützung!

Düllstadt, 26.4.2010, 8.30 Uhr
Auch der Sonntag verlief ruhig, sonnig und idyllisch. Feldbesitzer Hetterich war dienstlich unterwegs.
Es gab viel Besuch und… Kuchen! ;-)

Heute haben die Feldbesetzer*innen wieder viel vor:
1. Besuch der Regierung Unterfranken, um die angebliche Verzichtserklärung Monsantos einzusehen (s. Blog)

2. solidarischer Besuch einer Feldbefreierin, die sich heute ab 9 Uhr vor dem Würzburger Landgericht wegen Sachbeschädigung verteidigt.
Sie wird nun schon in der zweiten Instanz mit dem Rechtfertigenden Notstand argumentieren, dass das Unschädlich-machen von gv-Pflanzen keine Straftat, sondern eine Notwendigkeit ist, weil die Verantwortlichen grundgesetzlich geschützte Rechtsgüter verletzen (s. Blog)

Düllstadt, 24.4.2010, 20 Uhr
Der heutige Samstag verlief sehr friedlich, sonnig und mit regem Besuch aus der Nachbarschaft.
Ein Dutzend Menschen hatte sich zum Prozesstraining in Vorbereitung auf einen Feldbefreiungsprozess am Montag eingefunden.

Düllstadt, 23.4.2010, 20 Uhr
Entgegen anderer Darstellungen in der Presse, halten die Besetzer*innen ihren Aufenthalt auf dem Acker nicht für überflüssig. Monsanto muss lediglich eine dreitägige Anmeldungsfrist einhalten. Wenn nun also die Aktivist*innen das Feld verlassen würden, könnte Monsanto drei Tage später aussäen. Es sei denn, Monsanto gibt eine juristisch belangbare Verzichtserklärung ab, z.B. durch die Tilgung aus dem Freisetzungsregister. Deshalb halten die Besetzer*innen an ihrem ursprünglichen Entschluss fest, das Feld erst zu verlassen, wenn eine Aussaat nicht mehr möglich ist.

Düllstadt, 23.4.2010, 17 Uhr
Von den angekündigten „rechtlichen Schritten“ ist vor Ort immer noch nichts zu merken. Stattdessen kommen viele Unterstützer*innen von Nah und Fern zum Kaffee… ;-)

Düllstadt, 23.4.2010, 13 Uhr
Monsanto-Pressesprecher Dr. Thierfelder lässt weiter die Muskeln spielen: er rief nach seinem selbstgesetzten Ultimatum bei den Feldbesetzer*innen an, um sich zu erkundigen, ob sie das Feld verlassen hätten. Sie erwiderten, dass sie das erst tun würden, wenn sie schriftlich bekämen, dass dieses Jahr kein gv-Mais ausgesät wird. Thierfelder hält dies allerdings für die falsche Reihenfolge und fühlt sich erpresst. Er wird nun „rechtliche Schritte“ einleiten. Man darf gespannt sein…

Düllstadt, 23.4.2010, 12 Uhr
Telefonate der Besetzer*innen mit den Monsanto-Verantwortlichen ergaben eine Mauerhaltung.
Monsanto will sich nicht dazu äußern, ob ausgesät werden soll oder nicht.
Stattdessen kündigen sie die Räumung innerhalb von einer Std. an.
Anschließend könne man evtl. über eine Aussaat diskutieren.
Die Aktivist*innen stellen sich nun auf den Konfrontationskurs ein.

Düllstadt, 23.4.2010, 9.30 Uhr
Aufgrund der Angaben von Herrn Hetterich fordern die Besetzer*innen nun die Aufgabe des Versuches direkt von Monsanto.
Es gibt Gerüchte über eine Verzichtserklärung, die beim Regierungspräsidium Unterfranken vorliegen soll.
Bis nächste Woche soll erst einmal nicht geräumt werden. Aber wir werden sehen…

Düllstadt, 23.4.2010, 7.30 Uhr
Herr Hettrich, der Feldinhaber, kommt:
Er sagt, dass es zwar eine Genehmigung für die MON810-Aussaat gebe, aber bisher noch keinen Auftrag von Monsanto.
Er würde das den AktivistInnen sogar schriftlich geben.
Falls Monsanto die Aussaat ansetzt, wird er das auf jeden Fall tun.
Ansonsten würde er nächste Woche anderen Mais aussäen.

Polizei ist jetzt auch vor Ort und es finden „Verhandlungen“ statt.
Es kommen weitere Pressevertreter*innen

Düllstadt, 23.4.2010, ca. 6 Uhr
Die Sonne geht auf.
Bisher noch kein Kontakt zu Feldbesitzern oder Polizei.
Aber schon erste Pressekontakte! ;-)

Düllstadt, 23.4.2010, 2.15 Uhr
Der Turm steht, die AktivistInnen beginnen mit dem Camp-Aufbau